Stadtrundgang

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Hamburg-Stadtrundgang

 

Hafen

Geht man an den Landungsbrücken links die Promenaden am Wasser entlang in Richtung Altstadt, die südlich der City an der Elbe liegt und wo auch der ursprüngliche Hafen von Hamburg liegt, dann kann man über die Elbe auf das riesige Gebiet des heutigen Seehafens und dessen Anlagen blicken.

Speicherstadt und Hafencity

Der Hafen als Freihafen entstand im Jahre 1888 in Form eines zollfreien Gebietes. Bei den vorrausgegangene Verhandlungen mit dem Deutschen Reich, die dazu führten, dass das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg an das Reichszollgebiet des damals noch jungen preußischen Kaiserreichs angeschlossen wurde, handelten die Hamburger ein neu anzulegendes Hafengebiet als weiterhin zollfreie Zone aus. Für den Umschlag ihrer manchmal weit um die Welt gereisten Waren bauten sie ein mit Kanälen durchgezogenes Lagerhausviertel, die Speicherstadt als damaliges Zentrum des Freihafens. Für die Errichtung des Freihafens waren umfangreiche Vorarbeitungen erforderlich. Bevor mit dem Bau der Speicherstadt begonnen werden konnte, mussten über 20.000 Bewohner zwangsweise umgesiedelt werden.

Miniaturwunderland

Sie möchten eigentlich viel mehr reisen, da bleibt aber nie genug Zeit! Wie wäre es mit einem Tagestrip nach Süddeutschland? Oder sogar nach Amerika? Preisgünstig und aufregend läßt sich dieses mit einem Besuch in der Hamburger Speicherstadt verbinden. Seit dem 16. August 2001 ist das Miniaturwunderland der absolute Megahit. Auf ca.3500 m² Fläche befindet sich die größte digitale Modelleisenbahn der Welt im Format H0: Auf 9.000 meter Gleislänge fahren 700 Züge mit 10.400 Waggons. Dazu kommen noch zahlreiche 6.600 Autos in einem digital gesteuerten Carsystem, Gebäuden, Menschen, Tiere, Bäume usw. Gesteuert wird das Ganze von 26 Computer . 200.000 Lämpchen beleuchten Häuser, Laternen, Autos (Scheinwerfer und Rücklicht) etc.! Es wird einen absolut natürlichen Tagesablauf simuliert, nur etwas öffter als normal - nämlich alle 15 Minuten. Es dämmert, wird Nacht und wieder Tag. Aber keine Angst - alleine dürfen Sie auch was machen.


Nachdem man entlang der Promenade am City-Sportboothafen vorbei gelaufen ist und man das große futuristische Pressehaus von Gruner & Jahr links neben sich liegen lassen hat steht man vor der Speicherstadt mit ihren roten Bauten wilhelminischer Backsteingotik der Gründerzeit entlang des Wassers. Das Becken des Binnenhafens welcher der Einlass zum alten Hafen, der heute nur noch in Form von alten Kanälen in der südlichen Altstadt erahnt werden kann, trennt den heute noch flächenmäßig einer der weltgrößten Lagerhauskomplexe von der Stadt. Brücken aus der Jahrhundertwende mit eisernen Spannbögen, unter denen Schuten beladen mit Lasten oder Touristen entlang schippern, schmücken den Anblick zusätzlich und verbinden die auf Inseln gelegene Anlage mit dem Ufer der Stadt. Die Speicherstadt als ursprüngliche Keimzelle des Hamburger Freihafen ist am 01. Januar 2003 aus der Freizone ausgegliedert worden. In einem Zeitrahmen von etwa 25 Jahren wird Hamburg dort mit der sogenannten HafenCity ein Stadtviertel mit maritimem Ambiente schaffen, das Wohnen, Freizeit, Tourismus, Handel und Dienstleistungen verbindet. Es sollen in der HafenCity etwa 5.500 Wohnungen und über 20.000 Arbeitsplätze entstehen.

Seehafen

Der heutige Hafen von Hamburg ist durch ständige flächenmäßige Erweiterungen ab der Jahrhundertwende zwischen den beiden Elbarmen Norderelbe und Süderelbe entstanden.

Die flächenmäßige Ausdehnung von rund 100 km² lässt sich nur erahnen, wenn man mal von der Speicherstadt aus durch den heutigen Freihafen entlang der ganzen Anlegeterminals, die als durchnummerierte Schuppen ausgeschildert werden, bis zur Köhlbrandbrücke an der Autobahn 7 fährt. Aber keine Sorge; westlich der Autobahn geht es mit den Containerterminals weiter. Heute gehört Hamburg in die Spitzengruppe der europäischen Umschlagplätze für Seegüter und zu den bedeutendsten Containerhäfen der Erde. Gegenüber der ersten Elbvororte liegen die beiden großen Containerterminals „Eurokai“ und der stadteigene Terminal „HHLA“ und dahinter erst der Petroliumhafen.

Köhlbrandbrücke (zweites Wahrzeichen von hamburg)

Die Fahrt über die 1970 bis 1974 erbaute Köhlbrandbrücke lohnt sich übrigens. Man sieht das hohe statische Wunderwerk schon von weitem, da sie in 55 Meter Höhe zwischen zwei 135 Meter hohen Pylonen an Schrägseilen mit einer Hauptspannweite von 375m über den Norder- und Süderelbe verbindenden Köhlbrand geführt wird. Sitzt man im Auto und fährt die Rampen zu der in der Mitte liegenden Hauptbrücke hoch und schaut aus dem Fenster, dann denkt man, dass man im startenden Flugzeug sitzen könnte und man schaut plötzlich über das ganze Hafengelände bis auf die Stadt. Die Anschlussstelle von der Autobahn liegt vor dem Elbtunnel und heißt Waltershof.


Ein paar Lokale und Freizeitangebote in diesem Gebiet


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Innenstadt: Alt- und Neustadt

Historisches

Zwischen Binnenalster und dem Hafen, also auch in dem heutigen Bereich der Innenstadt, liegt der ursprüngliche Kern der Stadt Hamburg, die Altstadt und die Neustadt. Beide sind bis Anfang des 19ten Jahrhunderts von Stadtmauern und Schutzwällen umgeben gewesen und hatten 200 Jahre vorher mit dem Bau der letzten Wallanlage im dreißig jährigen Krieg ihr heutiges Ausmaß erreicht. Altsstadt und Neustadt haben bis ins 19. Jahrhundert den gesamten Umfang der Stadt ausgemacht, da Ansiedlungen außerhalb der Stadtmauern nicht zum Stadtgebiet gehörten. Heute noch kann man den Verlauf der Wallanlagen, die Hamburg zu einer Festung machten und vor den Auswirkungen des 30 jährigen Krieg verschonten, ziemlich genau anhand des ringförmigen Verlaufs des inneren Stadtrings, dessen Strassen meistens den Beinamen „Wall“ haben, auf dem Stadtplan erkennen. Plätze wie der „Millern Torplatz“ oder „Deichtor Platz“ oder der „Dammtorbahnhof“ zeugen heute noch von den Stellen, an denen man durch stattliche Tore gehen musste um überhaupt in die Stadt gelangen zu können. Alle Stadteile außerhalb dieser halbkreisförmigen Linie, die jeweils im Süden an der Elbe endet, und seien sie noch so dicht, waren nur einzelne Dörfer, die erst ab 19ten Jahrhundert in die Stadt eingegliedert wurden, wie zum Beispiel Sankt Pauli. Die Hamburger wurden zur Besatzungszeit der Franzosen (1806-14) von dessen Marschall und Oberbefehlshaber Davout wahnsinnig damit gequält, die alten Wallanlagen aus dem 30jährigen Krieg unter größten Anstrengungen zum militärischen Schutz und Erhalt der Stadt im Besitz von Napoleon noch größer und besser zu bauen, obwohl die Hamburger kaum noch Geld oder Kräfte hatten ihr eigenes Leben zu bestreiten. Nach Napoleons Ende und den daraus folgenden Abzug der Truppen aus Hamburg hatten die Hamburger die „Nase voll“, so dass sie den Wall abtrugen und heute nur noch Parks oder Straßennamen von ihm zeugen.

Die Altstadt entstand im Schutz des ersten steinernen Dom der Stadt, den Erzbischof Bezelin Adebrand um 1035 zusammen mit einem steinernen Wohnturm errichten ließ. Doch davor, an dieser Stelle östlich des Alsterlaufs und paar hundert Meter östlich des heutigen Rathauses in der Gegend vom Speersort wo heute Radio Hamburg aus gläsernen Studios sendet, stand ursprünglich die 848 erstmals erwähnte Hammaburg, die zur Unterstützung der Missionierung des heidnischen Nordens gebaut wurde. Auf der Verkehrsinsel südlich der St. Petrikirche liegen die letzten unter Tage erhaltenen Reste der Hammaburg, die als Keimzelle der Stadt Hamburg gilt. Das für die Unterschutzstellung vorgesehene Areal ist eine kleine dreieckige Grünfläche zwischen den Straßen Domstraße, Speersort und Schmiedestraße. Die dänischen Wikinger hatten keinen Sinn dafür und überfielen und zerstörten 845 die Burganlage, der Hamburg seinen Namen zu verdanken hat, und vertrieben Ansgar, den ersten Bischof von Hamburg, der den Bischofssitz nach Bremen verlegte.

Kurze Zeit später entsteht eine „Neue Burg“ auf der anderen Seite der Alster an der Stelle, wo sich heute noch der Hopfenmarkt befindet. Da am Elbeufer hier in der Nähe immer öfters Schiffe anlegten erhielt unter Graf Adolf III der Vorsitzende der Kaufleute, die sich hier niedergelassen hatten, Wirad von Boizenburg das Recht, nahe der Burg eine Siedlung mit Hafen, dem heutigen Nikolaifleet , anzulegen. Im Mai 1189 erhält diese Siedlung von Kaiser Friedrich Barbarossa weitreichende Privilegien bezüglich Schiffahrt, Handel und Zollfreiheit. Diese Urkunde wird als Hafengründung gefeiert ist allerdings bezüglich seiner Echtheit umstritten (-: Heute findet jedes Jahr im Mai das größte Event was Hamburg anzubieten hat, der Hafengeburtstag, statt.

Die Altstadt erstreckt sich östlich des Verlaufs der Alster, die heute ab der Schleuse hinter dem Rathausmarkt durch den Alsterfleet in den Binnenhafen fließt, bis zum Hauptbahnhof und von der östlichen Binnenalster bis zur Speicherstadt.

Westlich des Alsterverlaufs bis zu den Großen Wallanlagen, also der Grenze zu Sankt Pauli und in Nord Süd Richtung von der Esplanade bis zur Elbe erstreckt sich das Gebiet der Neustadt. Und mitten drin steht die Michaeliskirche, auf einem Hügel weithin von der Elbe her sichtbar, dessen Turm als Wahrzeichen von Hamburg einfach nur „Michel“ genannt wird. Die größten Teile der Neustadt wurden von Flüchtlingen im dreißig jährigen Krieg besiedelt, die Schutz in der Festungsstadt suchten.

Die Innenstadt ist einfach nicht einer bestimmten Epoche zuzuordnen

Historisch und städtebaulich kristallisieren sich drei große Veränderungen der neueren Zeit in der Innenstadt heraus:

1842 brach in der Deichstrasse am Nikolaifleet ein Feuer aus und führte zum „Großen Brand“ der große Teile der Innenstadt verwüstete. Viele alte Kontore im Fachwerk gebaut, entlang der Fleete, existieren seitdem nicht mehr. Das Jahrhunderte alte Rathaus wurde gesprengt um das Feuer an dieser Stelle zu stoppen. Doch das Feuer endete erst kurz vor der Stelle an der sich heute der Hauptbahnhof befindet. Innerhalb von nur 82 Stunden wurden 71 Straßen und 120 Höfe von den Flammen erfasst. 1.749 Häuser mit über 4.000 Wohnungen fielen den Flammen zum Opfer, darunter die meisten öffentlichen Gebäude wie das Rathaus, die Bank, das Archiv, die alte Börse.

Des weiteren muss man sagen, dass die Hamburger immer einen Sinn für Dynamik und geschäftliche Pragmatik hatten. Hamburg hätte nach Meinung des um die Jahrhundertwende amtierenden Chefs der Kunsthalle Alfred Lichtwark „die Stadt der Renaissance, des Barock und des Rokoko sein können“. Aber in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden alte, wenn auch teils altersschwache Kaufmannshäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert zum Beispiel durch die Speicherstadt ersetzt. Durch das alte „Gängeviertel“ in der Neustadt wurden verkehrsgerechte Schneisen geschlagen um die Innenstadt besser zu erschließen, so zum Beispiel die nach dem kurz zuvor verstorbenen Kaiser Wilhelm I benannte Kaiser-Wilhelm-Strasse. Der Rest alter völlig mit Arbeitern und armen Leuten überfüllten Gängeviertel der Stadt (Gänge steht im norddeutschen für Gasse), die sich durch ganz enge Bebauung und altem Fachwerk auszeichneten, wurden von der Stadt abgerissen. Die Cholera war nämlich dort 1897 aufgrund fehlender hygienischer Verhältnisse ausgebrochen. Durch die Cholera starben 8605 Menschen, was für Hamburg eine Gefahr bedeutete und auch für die Handelsstadt keine gute Publicity darstellte. Der Warenumschlag ging drastisch zurück, weil Schiffe aus Hamburg woanders weder be- noch entladen wurden.

Nachdem große Teile der Innenstadt im Juli 1943 durch die Luftangriffe zerstört wurden änderte sich das Bild nochmals. In der südlichen Altstadt stehen heute größten Teils moderne und nicht unbedingt elegante Bürogebäude und in den 60er Jahren wurde die dort noch existierende restliche Altstadt einer neuen Verkehrsschneise, der Ost West-Strasse, geopfert. Der ehemals bedeutende Hopfenmarkt wird von der mehrspurigen Verkehrsstrasse erdrückt. Bei den Aufräumarbeiten nach dem Krieg wurde der weithin sichtbare Turm der Nikolaikirche und die offenen Grundmauern des zerstörten Kirchenschiffs nur als Mahnmal erhalten und nicht wieder aufgebaut. Seit 1987 kümmert sich der Förderkreis "Rettet die Nikolaikirche" um die traurige Ruine an der Ost West-Strasse und baute sie zu einer internationalen Begegnungsstätte aus. Die Nikolaikirche, die zu den 5 Hauptkirchen gehört, hat ihren Namen vom Patron der Seefahrer, dem heiligen Nikolaus und lag von Anfang an, allerdings ein paar Mal zerstört und in verschiedenen Stilepochen wieder aufgebaut, im Zentrum der ehemaligen Kaufmannssiedlung, durch die der Hamburger Hafen gegründet wurde.

Kirchen

Hamburg hat 5 Hauptkirchen oder auch Kirchenspiele genannt und seit 1994 wieder einen Dom:

St. Michaelis , Der 132 Meter hohe Turm, der "Michel", ist das Wahrzeichen der Hansestadt..

St. Jacobi: Zu den auffälligsten Schätzen der Kirche gehört ohne Zweifel die berühmte Arp-Schnitger-Orgel von 1693 auf der Westempore. Sie ist mit ihren 60 Registern und ca. 4.000 Pfeifen die größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum.

St. Petri ist die älteste noch bestehende Kirche in Hamburg. Sie wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet.

St. Katharinen liegt nahe der Speicherstadt und ist die drittälteste der Hamburger Hauptkirchen.

St. Nikolai: Anders als die anderen Hauptkirchen entschied sich die Nikolaigemeinde nach dem Krieg, ihre zerstörte Kirche nicht wieder aufzubauen, sondern in Harvestehude, einem dicht bevölkerten Viertel der Stadt, einen Neubeginn zu wagen.

Der Neue Mariendom ist die Kathedralkirche des 1995 wieder neu gegründeten Erzbistums Hamburg. Er befindet sich in der Danziger Straße in St. Georg, unweit des Hamburger Hauptbahnhofes. Diese einzige Kirche der Hamburger Innenstadt mit zwei Türmen wurde 1893 als römisch-katholische Hauptkirche der Stadt Hamburg im neoromanischen Stil nach Plänen des Paderborner Kirchenbaumeisters Arnold Güldenpfennig errichtet.


Der Rundgang durch die Alt und Neustadt

Will man sich historische und ansehnliche Teile der Innenstadt auf einem Stadtrundgang ansehen, so würde sich dieses zum Beispiel günstig mit intensiven Eindrücken als Fahrradtour bewältigen lassen. Charakteristisch wären hierfür die Fleete, Kirchen und alte Wohnstrassen oder Speicher.

Die Deichstrasse ist ein Komplex Althamburgischer Bürgerhäuser unterschiedlichen Stils. Sehenswert sind die Fleetgänge, schmale Durchgänge zwischen den Häusern zum Wasser des Nikolaifleet, und die Gebäude, in denen heute "typische" Hamburger Restaurants sind. Von der Cremonbrücke hat man einen romantischen Blick auf die alten am Fleet gelegenen Wohnhäuser. Auf der anderen Seite gibt es in der Reimerstwiete Nr 17-21 auch noch kleineren Fachwerkspeicher aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die restauriert wurden. Die enge Twiete, eine für viele alte Wohnviertel charakteristische Straßenform, verband zwei Hauptstraßen der seit dem 13. Jahrhundert besiedelten "Cremon"-Insel auf der auch einer der Hauptkirchen, die Katherinekirche aus dem 14./15. Jahrhundert mit einem der schönsten Kirchtürme Norddeutschlands steht.

Auf der anderen Seite der Ost West-Strasse ist die Ruine der Nikolaikirche und ein Stück dahinter führt die Trostbrücke als die älteste Verbindung zwischen der Altstadt und der bei der Alsterniederung gegründeten Neustadt über den oberen Nikolaifleet, der den ersten Hafen darstellte. 1266 wird das historische Baudenkmal zum erstenmal erwähnt. Hier befand sich bis zum Großen Brand 1842 das Handels- und Verwaltungszentrum der Stadt. Auf der heutigen Brücke (1881) wachen große Figuren von Ansgar (9. Jahrhundert) der heiliggesprochenen Erzbischof der Altstadt, und Graf Adolf III., der Gründer der Neustadt.

Von hier gelangt man schnell zur Börse und dem Rathaus. Besucher der Börse können von einer Galerie in die drei Parkettsäle hinunterschauen. Auf dem Rathausmarkt finden im Laufe des Jahres zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Hochsommer schlägt hier beispielsweise Stuttgart sein Weindorf mit leckeren Schlemmereien und erlesenen Weinen auf. Und in der Adventszeit befindet sich von hier über die Mönckebergstraße und den Gerhart-Hauptmann-Platz bis hin zur Spitalerstraße der festlich geschmückte Weihnachtsmarkt. Weiter geht es über die Adolphsbrücke, hinter der sich der Neue Wall erstreckt. Der Neue Wall ist die Einkaufsstrasse der feinsten Geschäfte. Über die Bleichenbrücke erreicht man die nächste Einkaufstraße, die Großen Bleichen.

Von der Kaiser Wilhelmstrasse gelangt man in den Bäckerbreitergang. Hier befindet sich auch das Fundbüro. Manchmal finden hier Versteigerungen statt, wo man zum Beispiel sich günstig ein Fahrrad ersteigern kann. Die Nummern 49 - 58 des Bäckerbreitergang bilden eine geschlossene Reihe von schlichten restaurierten Fachwerkhäusern aus dem 18. / 19. Jahrhundert, charakteristisch für dieses Wohnquartier.

Dann wäre hier in der Neustadt noch der Großneumarkt mit den meisten Kaffes und Kneipen in der Innenstadt. Hier kann man sehr gut nach dem Feierabend ausgehen und auch draußen auf einer Terrasse oder in einem Biergarten sitzen. Ein berühmtester Jazz Club in Hamburg, der „Cotton Club“, befindet sich um die Ecke im Alten Steinweg 10.


In den Jahren 1641 bis 1669, also in der Zeit als die Bewohneranzahl der Neustadt fleißig anstieg wurde die erste St.Michaeliskirche von den Baumeistern Corbinius und Peter Marqardt erbaut. 1750 wurden Kirche und Turm durch Blitzschlag vollständig vernichtet. Auch die zweite große Kirche, die nach den Plänen von Johann Leonhard Prey und Ernst Georg Sonnin bis 1762 gebaut wurde und dessen Turm erst 1786 eingeweiht wurde brannte 1906 vollständig nieder. Sie wurde nach dem Aussehen der zweiten Kirche wieder aufgebaut. Ihr Turm wird vom Volksmund „Michel“ genannt und ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist auch ein Besuch wert. Der Blick über Hamburg und den Hafen ist fantastisch. Außerdem gibt es im Turm eine Multivisionsschau über die 1000jährige Geschichte Hamburgs mit Vorstellungen am Do/Sa/So um 12.30,13.30, 14.30 und 15.30 Uhr. Das Turmblasen hat in der St. Michaeliskirche eine dreihundert Jahre alte Tradition. So bläst heute noch jeden Tag ein Türmer jeweils Werktags um 10 und 21 Uhr sowie Sonntags um 12 Uhr Choräle mit der Trompete vom Turm. Die Puste sollte ihm dabei aufgrund der vorher schon 453 erklommenen Stufen nicht ausgehen, weil das sonst die halbe Stadt mitbekommen würde.

Im Schatten der St. Michaeliskirche befindet sich das letzte erhaltene Beispiel für eine ehemals typisch hamburgische Wohnhofsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Die Krameramtswohnungen sind ein Historisches Baudenkmal und waren Freiwohnungen für Witwen verstorbener Zunftmitglieder des Krameramtes (später Krämer-Vereinigung). Das malerische Hofensemble ist ganzjährig, täglich von 10 bis 22.00 Uhr geöffnet und kostenfrei zugänglich. Es beherbergt eine Museumswohnung, ein Buchantiquariat, ein Tee- und Kaffeekontor. Die kleine Gasse zwischen den romantischen Fachwerkhäusern hat besonders  abends eine ganz eigene, romantische Atmosphäre. Es gibt dort auch ein köstliches Restaurant mit Hamburger Küche, in dem man einen touristisch voll beladenen Hamburgtag sehr schön abschließen kann.


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Altona und der Hamburger Westen:

Lohnenswert ist es bei schönem Wetter, oder speziell im Sommer einen Ausflug entlang der Elbe in Hamburger Vororte zu unternehmen.

Altona:

Altona war bis 1938 eine eigenständige Stadt vor den Toren Hamburgs, wurde jedoch am 1. April 1938 von den Nationalsozialisten nach den Vorgaben des von ihnen kurz vorher angekündigten Groß-Hamburg-Gesetz ganz nach Hamburg eingegliedert. Bis ins 19. Jahrhundert war Altona sogar eine dänische Stadt.

Fährt man vom Fischmarkt, der mit seiner Fischauktionshalle direkt an der Elbe liegt entlang der Hauptstrasse weiter in Richtung Westen den Hügel rauf, gelangt man auf eine in der Mitte mit Bäumen gesäumte Allee. Die seit dem Jahre 1713 zu Altona gehörende Palmaille galt vor allem durch die klassizistischen Bauten des dänischen Architekten Christian Frederik Hansen (1756 - 1845), der in Haus Nummer 116 wohnte, als große Sehenswürdigkeit. Ursprünglich waren hier Spielbahnen für das mit Schlaghämmern betriebene Ballspiel Palle Maglio (italienisch palle = Ball, maglio = hölzerner Schläger), eine Art Krocket, das sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts von Italien aus in großen Teilen Europas ausbreitete und schließlich umgangssprachlich zu "Palmaille" abgeschliffen wurde.

Ein Stück weiter kommt dann auf der linken Seite der Altonaer Balkon, eine Stelle, von der man von einer kleinen Parkwiese mit Bänken über die Elbe und den ganzen Hafen schauen kann. Sofort sticht der Blick auf die im Freihafen liegende hohe Köhlbrandbrücke hervor. Tipp: Zum Sonnenuntergang anschauen eignet sich ein frühabendlicher Aufenthalt auf einer Bank.

Wir befinden uns jetzt mitten in Altona und auf der rechten Seite steht das Altonaer Rathaus ganz in weiß. Das Fischerdorf Altona hatte im Jahre 1664 vom dänischen König das Stadtrecht verliehen bekommen. Aufgrund der dänischen Neutralitätspolitik nahm Altona im 18.Jahrhundert einen großen Aufschwung. Zuwanderer verschiedener Glaubensrichtungen und Zünfte trugen dazu bei, dass diese Stadt zu einer ansehnlichen Stadt am Elbhang heranwuchs und auch die kolonialen Verbindungen Dänemarks dazu nutzte eine geschäftige Handelsstadt zu werden. Erst unter deutscher Herrschaft wohnten hier eher die Arbeiterschichten und mit Zunahme der Bevölkerung wuchsen Hamburg und Altona zusammen. Das Altonaer Rathaus war ursprünglich der Bahnhof für die dänische Bahn nach Kiel. Das herrschaftliche Gebäude des Bahnhofs wurde 1896-98 zum Rathaus umgebaut, also nachdem die Stadt zum deutschen Bund und somit den Preußen gehörte und der Bahnhof wurde ein Stück weiter in Richtung Norden verlegt. Das Gebäude in einem Stil aus einer Mischung von Renaissance und Klassizismus könnte man mit einem alten Operngebäude oder etwas ähnlich prachtvollen verwechseln und ist ganz in weiß gestrichen und sofort erkennbar.

Elbchaussee

Ab hier beginnt auch eine der berühmtesten Wohnstrassen Europas, die Elbchaussee, die sich entlang der Elbe über dem Geestrücken durch die Elbvororte bis Blankenese schlängelt. Reiche hamburgische Familien bauten hier noch zur dänischen Zeit ihre Landhäuser, die heute noch in Form von herrschaftlichen teils klassizistisch oder gründerzeitlichen Villen in dazugehörigen Parks stehen. Die einzelnen Parks zum Teil mit Blick auf die Elbe tragen noch oft den Namen ihrer ursprünglichen Besitzer, darunter berühmte Senatoren und Kaufleute wie Donner, Baur, Sieveking, Voght, Jenisch und Roosen, die sich im 18. und 19. Jahrhundert in Hamburg verdient gemacht hatten. Ungefähr auf der Hälfte senkt sich die heute stark befahrene Prachtstrasse bis ans Ufer zur Elbe herunter. Hier befindet sich die Anlegestelle für HADAG-Dampfer, die Teufelsbrück. Man kann auch von den Landungsbrücken mit der Fähre hierher fahren oder von hier über Blankenese ins „Alte Land“ auf der anderen Seite der Elbe schippern. 1828 erwarb Senator Jenisch den Park, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Elbe absenkt und ließ sich darin ein Herrenhaus im klassizistischen Stil errichten. Nachdem Hitler bei einer Besichtigungstour auf der Elbchaussee dem Bürgermeister versprochen hatte darin eine Akademie einrichten zu dürfen wurde die Familie enteignet und die in weiß gehaltene Villa im mittlerweile öffentlichen Park mit Blick auf die Elbe ist heute Museum für großbürgerliche Wohnkultur des 16. bis 20. Jahrhunderts. Ebenfalls im Jenisch-Park steht das Ernst Barlach Haus mit einer imposanten Sammlung von Skulpturen, Schriften und Zeichnungen des Wedeler Künstlers.

Das gegenüberliegenden Ufer der Elbe bei Finkenwerder wird von den Produktionshallen des Flugzeugherstellers Airbus gesäumt und ab und zu segelt so ein modernes Verkehrsflugzeug mit voll ausgefahrenen Landeklappen über die Elbe um auf der anderen Seite auf dem Werftgelände hinter den Hangars zu landen. Hier wird auch der Rumpf des neuen Riesenflugzeugs A-380 montiert.

Ein paar Hausnummern weiter in Nienstedten gründete Daniel Louis Jacob 1791 den "Gasthof Jacob" direkt über der Elbe. Berühmte Gästen aus dem Hochadel und Bürgertum machten dieses Gasthaus weltbekannt. Vor ein paar Jahren wurde das Haus nach einem Umbau zu einem anspruchsvollen 5 Sterne Hotel umfunktioniert. Die Lindenterrasse mit Blick auf die Elbe inspirierte Max Liebermann zu einem heute weltberühmten Gemälde, das in der Hamburger Kunsthalle zu bewundern ist.

Blankenese

Am Ende der Elbchaussee gelangen wir nach Blankenese. Das alte Fischerdorf liegt am Hang über der Elbe und ist durch seine liebevolle Bebauung alter kleiner Häuser und dazwischenliegender Gassen und ,ganz wichtig für Touristen, Treppen die zur Elbe herunter führen ziemlich berühmt. Auch Villen gibt es hier, zum Teil mit Parks, von denen man unter Bäumen hindurch auf die unten liegende Elbe mit den nach Hamburg reisenden Schiffen schauen kann. Ursprünglich wohnten hier Fischer und Lotsen, heute gehört Blankenese allerdings zu einem der begehrtesten Wohngebieten außerhalb der Stadt. Es gibt auch viele Restaurants mit Ausblick und rustikaler Küche! Die Lokale mit herrlichem Fisch im Angebot auf dem am Ufer liegenden Strandweg haben meistens noch eine Terrasse auf der gegenüberliegenden Straßenseite, direkt zur Elbe.

Der Elbwanderweg

Der Strandweg ist Bestandteil des Elbwanderweges, der am Elbufer unterhalb der Elbchaussee verläuft und die Topadresse unter Hamburgs Spazierwegen darstellt. Eigentlich kann man mit dem Fahrrad ab St. Pauli über den Fischmarkt, dann entlang der großen Elbstrasse mit ihren neuen Bürogebäuden und Fischhallen über Neumühlen/Övelgönne und Teufelsbrück bis nach Blankenese fahren.

Die große Elbstraße war im 18. und Anfang 19. Jahrhundert sogar die Hauptgeschäftsstrasse von Altona, wo wohlhabende Geschäftsleute wohnten und ein geschäftiges Treiben der arbeitenden Menschen zu beobachten war, das Vergleiche mit Rotterdam aufkommen ließ.

Heute entwickelt sich die Strasse vom eher einfachen Kopfsteinpflaster mit Kühlhallen für Fischhändler zu einer Büro und Restaurantmeile an der Elbe. Alter Kontorhäuser werden hochmodern hergerichtet und Restaurants und Bars mit der Terrassen zur Elbe machen die Meile zu einem attraktiven Gebiet zum Ausgehen und Arbeiten im Hafenflair. So hat sich zum Beispiel das stilwerk als neues Themencenter für Einrichtung und Design in einem alten ungenutzten Gebäude entwickelt. Gegenüber werden ein altes Stadtlagerhaus und Silogebäude zur gewerblichen Nutzung umgebaut.

Weiter westlich fängt in Neumühlen/Övelgönne der eigentliche Elbwanderweg an. Am Anfang liegt der frei zugängliche Museumshafen Övelgönne. Rund 20 Oldtimer Schiffe Dampfschlepper und Barkassen, ein Feuerschiff, ein Dampfkran, ein Finkenwerder Hochseekutter und eine zum Cafe umgebaute alte Hafenfähre, liegen am Anleger Neumühlen vertäut. Alle Schiffe sind liebevoll restauriert und heute noch fahrbereit.

Von der Terrasse der „Bodega del Puerto“ einem Restaurant kann man in den Museumshafen und über die Elbe schauen. Geht man den Weg weiter durch die Övelgönne kommt man alten kleinen Fachwerkhäusern und Fischrestaurants vorbei. Unter Parkbäumen wandelt man oberhalb des Elbstrandes bis zur „Strandperle“, einen kultigen Ort zum Relaxen zu dem es bei schönem Wetter halb Hamburg nach Feierabend hinzieht. Nachdem man sich an einem Kiosk mit Bier und Würstchen versorgt hat, setzt man sich auf den Strand, unterhält sich bis nach Sonnenuntergang und schaut dem Verladen der Container auf die Schiffe am gegenüberliegenden Containerkai zu. Es gibt in Richtung Blankenese ein paar weitere Plätze, an denen man sich im Winter in angenehmen Spazierabständen mit Tee und Glühwein und im Sommer mit Limonade laben und erfrischen kann.


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